12.11.06

still 12.00

still

gestillt – genährt und beruhigt
eins sein mit der mutter
sei still – auf einmal
wird selbstverständliches
entzogen und abverlangt

die stille nacht
äußeres leben legt sich zur ruhe
ablenkungsmanöver – todmüde
da tauchen sie auf die mähren
die einsamkeit, der hass
die ziellose wut geboren in die stille

allzu verständlich davonlaufen
rastlos rennen
sich allem anhängen
was sich anbietet

spinn ich?
innehalten um den mangel zu spüren
die entzugserscheinungen der illusion
wo der tägliche trubel so gut abhilfe verschafft

und die fast unterträgliche angst
vor der unendlichkeit der stille

das alltäglich stillbare
ist lebendig

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